Gender Mainstreaming

Auf hoher See

Stichwort Gendern: Im Pass kann neben weiblich und männlich seit Ende 2018 auch divers stehen. Doch Einigkeit in der Genderfrage ist damit nicht erreicht. Die unterschiedlichen Positionen reichen von Bastionen für das generische Maskulinum bis hin zur Empfehlung, auf Genderzuschreibungen ganz zu verzichten. Zwischen diesen Polen tummeln sich Schreibweisen, die wenigstens teilweise mit der Zweigendernorm aufräumen wollen: Binnen-I, Gender-Gap, Gender-Star (wie in „Mitarbeiter*innen“), um nur einige zu nennen. Ein starkes Signal setzt die Stadt Hannover mit ihren Anfang 2019 eingeführten Empfehlungen für eine geschlechtergerechte Verwaltungssprache. Doch auch dieses Konzept ist nicht unumstritten. Fast überflüssig zu erwähnen, dass Gender-Entscheidungen nicht nur Personenbeschreibungen und andere grammatikalische Formen betreffen, sondern ggf. auch die Anrede in der Korrespondenz: Frau, Herr, Damen und Herren. Anfang April 2019 sorgt zudem eine Meldung für Furore: Laut einer vom Verein Deutsche Sprache herausgegebenen Studie lehnen über 60% der Deutschen Gendern und Gender-Diskussionen ab. Welche Position sollten Sie in diesem dynamischen Umfeld beziehen? Wie positionieren Sie sich im Umgang mit der Genderfrage als offen, fair und zeitgemäß? Ob und wann ein offizieller Standard festgelegt wird, steht noch in den Sternen. Wir zeigen Ihnen den Weg zu einer Sprache, die Unterschiede zwischen Menschen anerkennt, ohne zusätzliche Stolpersteine einzubauen.

Weiterlesen:
Gendern nach Phettberg

 

Zurück